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Berufsausbildungszentrum
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Tagung Potentiale nĂĽtzen


Gefördert aus Mitteln des europäischen Sozialfonds und des Bundesministeriums für Arbeit und Wirtschaft

Ressourcenorientierte Arbeit mit MigrantInnen – die Notwendigkeit neuer Methoden und Instrumentarien

Migrantinnen und Migranten sind zunehmend TeilnehmerInnen und KundInnen von Bildungs- und
Beratungsangeboten. Migranten und vor allem Migrantinnen besuchen zur Verbesserung ihrer
beruflichen Situation nicht nur Deutsch-als-Zweitsprache-Kurse, sondern auch Kurse zur
beruflichen Orientierung, Computerkurse, FacharbeiterInnenausbildungen und andere
QualifizierungsmaĂźnahmen.

Auf dem Weg des beruflichen Auf- und Umstiegs benötigen MigrantInnen immer wieder spezifische
Unterstützung, damit sie im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten am Arbeitsmarkt partizipieren
und einen angemessenen Platz einnehmen können, so z.B. folgende:
• Trainerinnen und Trainer kennen und berĂĽcksichtigen die Lernvoraussetzungen in einer Zweitsprache und in  
  einem kulturell fremden Umfeld.
• Bildungsberaterinnen und -berater bauen auf mitgebrachten Qualifikationen und wissen, wie und wo
  BildungsabschlĂĽsse angerechnet werden.
• Beide Gruppen wissen um die spezifischen Bedürfnisse von Frauen, denen auf Grund von struktureller und/oder
  familiärer Gewalt die Teilnahme am Arbeitsprozess erschwert wird.

Die Tagung setzte sich mit der Frage auseinander, in welchen Aspekten und wie TrainerInnen
und BeraterInnen auf diese Herausforderung reagieren können. Am Vormittag gaben drei Referate
Einblick in die besonderen BedĂĽrfnisse und Ressourcen der Zielgruppe im Hinblick auf die
Beratungs- und Bildungsarbeit. Am Nachmittag wurden in fĂĽnf Workshops anhand von Ergebnissen
der Entwicklungspartnerschaft qualifikation stärkt Lösungsansätze vorgestellt, die als Anstöße zur
Umsetzung und zum Weiterdenken zu verstehen sind.

Programmablauf
Ort und Zeit: Do., 23. 06. 2005, 9.00–17.00 Uhr;
Urania Wien, 1010, UraniastraĂźe 1

09.00 – 09.15 Uhr: Begrüßung Esra Hashemi-Shirazi

09.15 – 10.00 Uhr: „Vom Migrationsleiden zur Migrationsleistung - Aspekte psychischer Verarbeitung von Migrationskrise und Trauma.”
Ruth Kronsteiner

10.00 – 10.45 Uhr: „Erwachsenenbildung in der Einwanderungsgesellschaft. Von der Zielgruppenorientierung zur ,Interkulturellen Öffnung´"
Annette Sprung

11.05 – 12.00 Uhr: „Berufsorientierter Sprachunterricht im Spannungsfeld von Sprachbedarf und Sprachbedürfnissen“
Barbara Haider

13.30 – 15.00 Uhr: Workshops:
WS 1: „Biografische Arbeit mit Diskontinuitäten – Ressourcen in der Migration sichtbar machen“
Ilse Haslinger/Verena Plutzar

WS 2: „Frauen stärken – Qualifizierungsangebote für bildungsferne Gruppen“
Maria Rösslhumer/Sonja Sari

WS 3: „Dequalifizierung entgegnen: Anerkennung von Kompetenzen“
Sabine Bauer/Ursula Morokutti

WS 4: „Berufsorientierter Sprachunterricht“
Angelika Hrubesch/Doris Zagerbauer

WS 5: „Erweiterung interkultureller Kompetenzen für MitarbeiterInnen der Erwachsenenbildung und arbeitsmarktpolitische AkteurInnen“
(Kristina Milosits/GĂĽnther Schiemer)

15.15 – 17.00 Uhr: Berichte aus den Workshops, Diskussion und Abschluss
druck Beitrag zuletzt aktualisiert 30.09.2008 12:29