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Berufsausbildungszentrum
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SIQUA

SIQUA steht fĂĽr Sensibilisierung, Information und Qualifikation und ist ein Lehrgang in 9 Modulen zur Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen.

In Folge finden Sie nun eine kurze Beschreibung des SIQUA-Lehrgangs.

Die Module

1. Einstieg in den Lehrgang & Curriculum
2. Diversity Training
3. Rechtliche Rahmenbedingungen
4. Der Islam in Einwanderungsgesellschaften
5. Mythos Kultur - Brennpunkt Arbeitsplatz
6. Familiäre Gewalt gegen MigrantInnen
7. Interkulturelle Didaktik
8. Gender Mainstreaming
9. Lehrgangsabschluss

Ziele

Stärkung und Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen
Vermittlung von relevantem Wissen im Zusammenhang mit Migration
Ausbildung von MultiplikatorInnen zur weiteren Ă–ffnung der beruflichen Erwachsenenbildung
Der Lehrgang umfasste 12,5 Seminartage. Der erste Lehrgang dauerte von 24. Juni 2003 bis 04. März 2004, der zweite von 29. März 2004 bis 13. Oktober 2004. Die maximale TeilnehmerInnenanzahl betrug jeweils 18 Personen. Bei der Auswahl der TeilnehmerInnen war es uns wichtig, den Männer- und Frauenanteil in Balance zu halten und vor allem auch MigrantInnen für den Lehrgang zu gewinnen.
In den meisten Seminaren waren zwei TrainerInnen anwesend, die Sie jeweils zu ihren Beiträgen namentlich erwähnt finden.

Zielgruppen

Siqua ist ein Weiterbildungsangebot fĂĽr MitarbeiterInnen der beruflichen Erwachsenenbildung des AMS
und arbeitsmarktpolitischer Einrichtungen.

Das Projekt

Bei der Konzeption des Lehrgangs war uns wichtig darauf zu achten, nicht nur die interkulturelle Kompetenzerweiterung in den Vordergrund zu stellen, sondern immer auch den Bezug zur beruflichen Alltagssituation unserer Zielgruppe herzustellen.

Die Erweiterung interkultureller Handlungskompetenzen in dieser Seminarreihe beruhte auf einem umfassenden, komplexen und andauernden Prozess. Meilensteine in diesem Prozess waren individuelle selbstreflexive und parallel dazu kommunikative Phasen, in denen soziale Erfahrungen gemacht und gemeinsam reflektiert wurden. Vorhandene, biografisch überlieferte und bewährte Sichtweisen wurden durch den kommunikativen Vergleich und die Erfahrung bislang unbekannter Interpretationsmuster zu neuen Deutungen umgewandelt. Mit diesem Konzept wird die Nähe zum pädagogischen Konstruktivismus deutlich, nach dem Lernen nicht die Vermittlung von Inhalten, sondern die Reflexion eigener Deutungen ist.

Die Nutzung der Vielfalt als Ressource im Sinne des Diversity Management und der pädagogische Konstruktivismus waren konzeptuelle Grundlage des Lehrgangs. Dabei wurde versucht, die individuellen Zugänge und Kompetenzen der Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit den tagtäglichen Herausforderungen in den Betrieben zu verbinden und zu erweitern. Dadurch sollte ein Beitrag geleistet werden, den Dialog in den Betrieben zu verbessern und eine Grundlage für interkulturelle Kommunikation zu schaffen, die auch Veränderungen und Lösungen anstrebt.

Die Erfahrungen während der Durchführung des Lehrgangs zeigten, wie hilfreich und notwendig prozessorientierte Kommunikationsstrukturen sind: Je länger sich die Gruppe gemeinsam mit einer Thematik auseinander setzte, umso eher wurden Vorurteile offen besprochen und zum Teil abgebaut.

Interessierte Personen sollten im Anschluss an den Lehrgang als MultiplikatorInnen fĂĽr die Bearbeitung von Integrationsfragen und als AnsprechpartnerInnen fĂĽr MigrantInnen in ihrer Institution wirksam werden. D.h. sie werden Ansprechpersonen fĂĽr Lernende sein, aber auch aktiv interkulturelle Fragestellungen in die Institution einbringen.

Kristina Milosits
Lehrgangsleitung
Beratungszentrum fĂĽr Migranten und MigrantInnen

DSA Martina Lebbihiat-MĂĽller
Lehrgangsleitung
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser
druck Beitrag zuletzt aktualisiert 07.04.2008 08:15