BAZ
Berufsausbildungszentrum
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25 Jahre BAZ


25 Jahre Berufsausbildungszentrum BAZ des bfi Wien
Technische Intensivausbildungen im 2. Bildungsweg
Die Antwort des bfi Wien auf den FachkrĂ€ftemangel



Das Berufsausbildungszentrum BAZ fĂŒhrt im Auftrag des AMS Wien Intensivausbildungen fĂŒr Facharbeiter/innen nach dem Berufsausbildungsgesetz durch. Diese Ausbildungen fĂŒr Bau-, Holz-, Metall-, Elektro- und EDV-Berufe bieten die realistische Chance, im zweiten Bildungsweg eine LehrabschlussprĂŒfung abzulegen. Die Ausbildungsdauer pro Lehrgang liegt zwischen 13 bis 17 Monaten. Die tatsĂ€chliche Ausbildungsdauer hĂ€ngt zusĂ€tzlich von den Vorkenntnissen, den Lernerfolgen und den berufsspezifischen Notwendigkeiten ab.


Die GrĂŒndungsphase

Die ersten Überlegungen zur Errichtung eines Schulungszentrums fĂŒr Metallberufe in Wien gehen auf das Jahr 1980 zurĂŒck. Hintergrund war neben dem Engagement der Gewerkschaft fĂŒr Metall die Errichtung des Werkes von General Motors in Aspern.
Die KostenschĂ€tzung des Architektenteams Dipl. Ing. Taschner & Kinger belief sich auf rund ATS 180 Mio. Eine provisorische Baubaracke diente zunĂ€chst als vorlĂ€ufige Unterkunft, in der die ersten Ausbildungen geplant wurden. Im Jahr 1986 investierte das BFI selbst in die Entwicklung. In der Zwischenzeit war sichergestellt worden, dass sowohl die Arbeiterkammer Wien als auch die Gemeinde Wien jeweils ATS 10 Mio. fĂŒr die Grundausstattung zur VerfĂŒgung stellt. Da diese BetrĂ€ge nicht ausreichten, hat das BFI selbst noch Eigenmittel in Höhe von knapp ATS 8,5 Mio. bereitgestellt.


Ausbildungsstart 1987

Bei Fertigstellung des GebĂ€udes im Sommer des Jahres 1987 ging man von 90 AusbildungsplĂ€tzen aus – fĂŒr Anlagenmonteur/in, Stahlbauschlosser/in, Werkzeug-maschineur/in, Elektroinstallateur/in. Zum selben Zeitpunkt begannen die Verhandlungen mit der Arbeitsmarktverwaltung und dem Finanzministerium. Die Vertragsverhandlungen dauerten zwei Jahre, wobei es der KreativitĂ€t leitender Mitarbeiter/innen des Landesarbeitsamtes und dem Ministeriums zu verdanken war, dass dem BFI ĂŒberhaupt die entstandenen laufenden Kosten grĂ¶ĂŸtenteils refundiert werden konnten.
Das „Ringen“ um finanzielle Absicherung angesichts der arbeitsmarktpolitischen Notwendigkeiten bedeutete eine besondere Herausforderung. Erst 1989 wurden zwei bis heute gĂŒltige VertrĂ€ge beschlossen, die einerseits die Nutzung des GebĂ€udes und zum anderen die Vollkostenrefundierung beinhalteten.


Die Ausbauphasen

1990 erfolgte die GrĂŒndung des bfi Wien als eigenstĂ€ndiger Verein. Die Anzahl der AusbildungsplĂ€tze im BAZ stieg seitdem kontinuierlich.
1993 wurde ein modulares Ausbildungssystem entwickelt, das noch heute die Grundlage der Ausbildungen bietet.
1995 wurde die GesamtkapazitĂ€t durch den Neubau des AZBH in der Innstraße wesentlich erhöht.
1996 ergÀnzten Ausbildungen im Holz-, Bau-, und Baunebenberufen die beeindruckende Programmpalette in Metall-, EDV-, Elektroberufen und grafischen Berufen.
2000 waren durchschnittlich 450 Teilnehmer/innen tĂ€glich im Berufsausbildungszentrum. Die Gesamtkosten pro Jahr beliefen sich bereits auf etwas mehr als 7 Mio. €.  
2001 wurde die Mechatronikausbildung im BAZ eingefĂŒhrt.
2006 Übernahme der Deutsch-Lernwerkstatt „Antenne” in das Regelausbildungssystem des BAZ (2005 Entwicklung im Rahmen eines EU-Projektes mit vielen Partner-Organisationen)
2007 Der Frauenanteil im BAZ erreicht 12%. Partner-Organisationen AMS Wien mit FIT und abz-austria
2008 Auf Grund des FachkrĂ€ftemangels wurde das BAZ beauftragt mit der Ausbildung „Junger Erwachsener”. DafĂŒr wurde ein neuer Standort (BAZ3) eingerichtet in der Gutheil Schoder Gasse im 23. Bezirk.
2009 Wurde das BAZ mit dem Wifi als Partner beauftragt eine Jugendwerkstatt fĂŒr Wien zu entwickeln und zu errichten. Ende des Jahres standen 200 PlĂ€tze in der „Jugendwerkstatt” zu VerfĂŒgung. 110 davon in der Puchgasse im 22. Bezirk und 90 bei der ARGE Wifi, IP-Center.
2010 wurde das Ausbildungsangebot im BAZ3 um Baumaschinentechnik und Tischlerei mit Schwerpunkt Möbelmontage erweitert. Ebenso wurde die Grundausbildung von BAZ1 nach BAZ3 ĂŒbersiedelt. Daher wurde die AusbildungsflĂ€che im BAZ3 wesentlich vergrĂ¶ĂŸert.
Im BAZ1 wurde die Ausbildung KĂ€ltetechnik eingefĂŒhrt.
Die PlÀtze der Jugendwerkstatt wurden um 100 aufgestockt. 60 davon in der Puchgasse in einer neuen Halle.
2012 Entwicklung und EinfĂŒhrung einer Mathematik Lernwerkstatt „LOGO” um die schulischen Defizite in Mathematik teilweise aufzufangen.
2013 Entwicklung und EinfĂŒhrung  von „Kompetenz mit System” (KMS) im Berufsfeld IT.


Die Erfolge

2003 wurde eine Teilnehmer/innen-, Mitarbeiter/innen- und Firmenbefragung durchgefĂŒhrt, die dem Berufsausbildungszentrum anerkannte QualitĂ€t in den Ausbildungen bescheinigte. Schon da war die Vermittlungsquote in den Arbeitsmarkt beachtlich: im Durchschnitt 70 %. Eine in diesem Zusammenhang durchgefĂŒhrte Fiskalanalyse bestĂ€tigte die Wirtschaftlichkeit des Einsatzes des investierten Kapitals.

Der BetreuungsschlĂŒssel ist ideal: ein/e Ausbildner/in steht 10 Kursteilnehmer/innen zur VerfĂŒgung. Vor der unabhĂ€ngigen PrĂŒfungskommission der Wirtschaftskammer schaffen 94 % die PrĂŒfungen beim ersten Mal und davon 30 % mit Auszeichnung!
Der Frauenanteil im BAZ stieg 2007 auf 12 %, die Förderung von Frauen in der Technik ist dem Team um Wilfried Weiss, GeschĂ€ftsbereichsleiter des BAZ, ein großes Anliegen.


Karriere mit Lehre – 2 Erfolgsgeschichten

Frau Saniye BlĂŒml absolvierte 1999 mit 21 Jahren beim BAZ die Lehre als Werkzeugmaschineurin. 2003 machte sie die MeisterprĂŒfung fĂŒr Maschinenbau, da sie sich auch den Ausbildungsbereich vorstellen kann. In ihrer Firma Enzesfeld CARO Metallwerke hat sie immer wieder die Gelegenheit, Lehrlinge anzuleiten. Heute ist sie froh, die Hauswirtschaftsschule abgebrochen zu haben.

Herr Mansour Fallah schloss mit 28 Jahren 1992 ebenfalls als Werkzeugmaschineur beim BAZ ab. Anschließend wurde er sofort von INA Austria ĂŒbernommen. In dem metallverarbeitenden Betrieb arbeitet er mittlerweile als Abteilungsleiter des GeschĂ€ftsbereichs Lineartechnik. Berufsbegleitend hat er die Werkmeisterschule, die StudienberechtigungsprĂŒfung, das TGM fĂŒr Wirtschaftsingenieurwesen und den Exportlehrgang an der WirtschaftsuniversitĂ€t abgeschlossen.


Weitere Informationen:
Wilfried Weiss / Leiter BAZ:
Tel: (43 1) 33 11 3-20 115
E-Mail: bfi.baz@bfi-wien.or.at
druck Beitrag zuletzt aktualisiert 24.01.2014 10:50